Das Deutsche Schulbarometer vermerkt,
dass 46 % der befragten Lehrkräfte als größte Herausforderung ihres Arbeitsalltags
das Verhalten der Schüler sehen: 11 % mehr als noch 2025.
Die Hauptursache sei mit 25 % problematisches Sozialverhalten, gefolgt von mangelnder Motivation,
fehlendem Lernwillen (13 %) und psychischen Problemen (7 %).
Dem zunehmenden Leistungsverfall an Grundschulen soll nun mit dem bundesweiten Projekt Klasse
0 bzw. ABC-Klassen begegnet werden, da Kinder mit immer weniger Vorläuferfähigkeiten eingeschult
werden: 87% der befragten Grundschullehrkräfte gaben an, dass Kinder in der 1. Klasse deutlich mehr
Defizite aufweisen als noch vor zehn Jahren. Immer weniger Erstklässler seien beschulbar! Ein großes
Problem ist es, dass sich Eltern immer weniger Zeit für ihre Kinder nehmen.
Weil häufig beide Eltern arbeiten und und Kinder in Krippen und Kitas abgegeben werden, fehlt leider zu
oft die familiäre elterliche Förderung. Wenn sich das Motto: Früher fördern statt später reparieren aber
mehr Familien zu eigen machten, würden manche der oben geschilderten Probleme gar nicht entstehen.
Der Staat kann elterliche Fürsorge und Förderung nicht ersetzen!
Lehrer beklagen ebenso eine starke Verrohung unter Kindern und Jugendlichen.
Zudem hätten sie eine deutlich abgenommene Frustrationstoleranz:
Bereits Kleinigkeiten reichten im Schulalltag, um zur Eskalation zu führen.
„Wir merken sehr stark, dass der digitale Raum dazu beigetragen hat, dass Quantität und Qualität an Gewaltvorfällen gestiegen sind.
Und was mich sehr erschrocken hat, ist, dass unsere Grundschulen einen deutlichen Gewaltanstieg vermerken“
(Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin).
Smartphones in Schulen haben Frankreich, Österreich und Griechenland bereits verboten, Irland und Tschechien planen es,
Australien hat ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige verhängt, Spanien plant es ebenfalls.
Das Alter der Strafmündigkeit hat Schweden wegen eskalierender Gewalt gesenkt.
WC-Räume z.B., einer der wenigen Orte, an denen sich Schüler der Aufsicht der Lehrer entziehen können, werden zunehmend verschmutzt oder beschädigt.
Eine Schule in Bad Bentheim hat daher elektronische Zugangsschlüssel installiert, sodass Schüler die WCs nur mit personalisierten Zugangstoken öffnen.
Sobald der nächste Schüler oder Lehrer einen Schaden an der Anlage feststellt und diesen meldet, lässt sich anhand der Daten feststellen, wer zuletzt dort war.
So sei es gelungen, die Toiletten sauber und intakt zu halten.
Das mag für manchen nach zu viel Überwachung klingen: Ist die Maßnahme wirklich notwendig? Direktorin Simone Wipking sagt:
„Wir haben gute Gründe: wöchentlicher Vandalismus, die Toiletten sind verdreckt, die Deckel werden zertreten – die Schüler kommen auf Ideen,
die man sich nicht vorstellen kann. In Kreativität wäre das Note 1.“
Der bundesweit deutliche Anstieg der Kinderkriminalität in den vergangenen Jahren war auch Thema der Innenministerkonferenz in Hamburg.
So viel geklaut wie noch nie: 2025 wurden in Deutschland Waren im Wert von 4,33 Milliarden Euro gestohlen.
Ein Rekordverlust durch Diebstahl für den Einzelhandel. Der Anteil der tatverdächtigen Kinder hat seit 2016 zugenommen und betrug 2025 4,6%.
Beim sexuellen Missbrauch von Kindern waren 2025 die Tatverdächtigen fast ein Drittel (31,4 %) selbst Kinder und Jugendliche.
Die Zunahme von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen betrug im Vergleich zum Vorjahr + 4,7%
(Bundeslagebild Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen).
Die Zahl der Vergewaltigungen, sexueller Nötigung und Übergriffe insgesamt ist seit 2018 um 71,7% gestiegen (BKA-Chef Münch).
Mehr dazu: Verantwortung für die Familie e.V.


